ProB: Erfolgreicher Start ins neue Jahr

TG Würzburg Baskets Akademie gewinnt hochspannendes Heimspiel gegen die Saarlouis Royals mit 76:74 – Brazzo Henneberger mit dem Gamewinner: "Irgendwann musste ich ja treffen"

Ähnlich spannend wie das Hinspiel verlief auch das zweite Duell der TG Würzburg Baskets Akademie gegen die Saarlouis Royals: Zum Start ins neue Jahr besiegte das Farmteam der s.Oliver Baskets die „Königlichen“ aus dem Saarland am Sonntag in der Feggrube knapp mit 76:74 (37:32) und verteidigte damit den 8. Tabellenplatz. Top-Scorer der Partie waren Ricky Easterling (22 Punkte) auf Seiten der Gäste und Max Ugrai (16) für die Würzburger, bei denen fünf Spieler zweistellig punkteten.

Für die Vorentscheidung in der bis in die Schlusssekunden hochspannenden Partie sorgte der erfahrenste Spieler der Hausherren. 25 Sekunden vor der Schlusssirene hatte TGW-Trainer Peter Günschel beim Spielstand von 71:73 seine letzte Auszeit genommen und einen Spielzug angesagt, der mit einem offenen Dreier für Christoph „Brazzo“ Henneberger oder Travis Smith enden sollte. Es klappte: Constantin Ebert fand „Brazzo“ Henneberger frei an der Dreierlinie, der versenkte den Ball unter dem Jubel von gut 200 Zuschauern zum 74:73 im Royals-Korb.

„Irgendwann musste ich ja treffen, nachdem ich vorher vier Stück verworfen hatte. Es ist natürlich umso schöner, dass es am Ende geklappt hat“, sagte der 31-Jährige hinterher. In den 39 Minuten vor seinem „Dagger“ lieferten sich beide Teams eine intensive und hart umkämpfte Partie, die an den ebenso knappen 68:66-Erfolg der Würzburger im Saarland erinnerte. Im ersten Viertel taten sich die Gastgeber vor allem in der Offensive schwer, Saarlouis lag nach zehn Minuten mit 13:16 in Führung.

Über ihre starke Verteidigung kam die TGW dann im zweiten Spielabschnitt deutlich besser ins Spiel. Spielmacher Constantin Ebert, der unter der Woche beim Auftakt-Lehrgang der deutschen U20-Nationalmannschaft in Heidelberg war, leitete mit einem Dreier in der 12. Minute einen 14:2-Lauf der Würzburger ein, mit dem sie das Spiel innerhalb von vier Minuten drehten und aus sechs Punkten Rückstand eine 28:22-Führung machten.

Noch vor der Pause konnten die Gastgeber ihren Vorsprung sogar auf zwölf Zähler ausbauen (37:25, 18. Minute), dann hatten sich die Saarländer wieder gefangen und kämpften sich ihrerseits zurück ins Spiel.

„In dieser Phase hätten wir die Führung weiter ausbauen müssen, aber es war ein Spiel mit vielen Höhen und Tiefen. Am Ende sind wir sogar noch einmal in Rückstand geraten und haben uns da durch gute Offensive und getroffene Würfe gerettet. Ich bin glücklich, dass der Spielzug für Brazzo funktioniert hat“, sagte Trainer Peter Günschel: „Mit der Leistung können wir nicht ganz zufrieden sein. Sehr zufrieden sind wir aber mit diesem wichtigen Sieg. Wir werden analysieren, was wir besser machen müssen, damit wir es nächste Woche vielleicht nicht ganz so spannend machen.“

Nach dem Seitenwechsel dauerte es bis zur 27. Minute, ehe die Gäste durch einen Dreier von Vilius Sermokas den Ausgleich (49:49) geschafft hatten. Im vierten Viertel konnten sich die Würzburger dann zweimal fünf Punkte davon ziehen, aber die Saarländer blieben immer dran und gingen schließlich 25 Sekunden vor dem Ende durch einen Easterling-Korbleger mit 71:73 in Führung – es folgten die Günschel-Auszeit und der Gamewinner von Christoph Henneberger.

Anschließend verwarf Sermokas einen Sprungwurf, Max Ugrai sicherte sich den abprallenden Ball und machte nach einem schnellen taktischen Foul der Royals mit 4,7 Sekunden auf der Uhr durch zwei sicher verwandelte Freiwürfe zum 76:73 alles klar. Bei drei Punkten Vorsprung wählte Christoph Henneberger dann die sichere Variante und foulte Jimmy Lauter: Der traf den ersten Freiwurf zum 76:74 und setzte den zweiten absichtlich ans Brett – Felix Hoffmann war zur Stelle und hielt den Rebound und damit auch den TGW-Sieg fest.

Durch ihren siebten Sieg am 14. Spieltag haben die Würzburger ihren Playoff-Platz verteidigt und in der extrem ausgeglichenen ProB Süd auf Rang acht nur einen Sieg weniger als der Dritte aus Elchingen auf dem Konto. Am kommenden Sonntag will die Günschel-Truppe in der nächsten Partie gegen ein Kellerkind ihre Heimbilanz (3 Siege / 4 Niederlagen) weiter aufbessern: Um 18 Uhr werden dann die Licher BasketBären (Platz 10) im Sportzentrum Feggrube zu Gast sein.


TG Würzburg Baskets Akademie – Saarlouis Royals 76:74 (13:16, 24:16, 15:21, 24:21)

Für die TGW Baskets Akademie spielten:
Max Ugrai 16 Punkte (11 Rebounds), Travis Smith 13/3 Dreier, Constantin Ebert 12/2 (5 Assists), Sebastian Lenke 11, Felix Hoffmann 11 (8 Assists / 7 Rebounds), Christoph Henneberger 5/1, Christian Hoffmann 4/1, Tim Leonhardt 2, Sebastian Rauch 2, Ferdinand Kleber, Joanic Grüttner Bacoul.

Top-Performer Saarlouis:
Easterling 22 (7 Rebounds), Mujkanovic 14, Lauter 12 (5 Assists / 6 Rebounds), Snow 12 (9 Rebounds), Sermokas 10/2.

11.01.2016

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»Tabelle s.Oliver Würzburg 2016|2017

Pos. Team PKT G S N + - Diff. Heim Gast Last10 Serie
1 Brose Bamberg
Brose Bamberg
26:0 13 13 0 1123 849 +274 7 6 10 + 13
2 ratiopharm ulm
ratiopharm ulm
22:0 11 11 0 992 875 +117 5 6 10 + 11
3 medi bayreuth
medi bayreuth
20:4 12 10 2 1029 907 +122 5 5 9 - 1
4 FC Bayern München
FC Bayern München
18:2 10 9 1 865 731 +134 6 3 9 + 3
5 EWE Baskets Oldenburg
EWE Baskets Oldenburg
14:12 13 7 6 1063 1019 +44 5 2 6 + 2
6 ALBA BERLIN
ALBA BERLIN
12:10 11 6 5 907 928 -21 2 4 5 + 2
7 Telekom Baskets Bonn
Telekom Baskets Bonn
12:10 11 6 5 899 911 -12 3 3 6 - 1
8 GIESSEN 46ers
GIESSEN 46ers
12:12 12 6 6 935 903 +32 3 3 5 + 1
9 MHP RIESEN Ludwigsburg
MHP RIESEN Ludwigsburg
12:12 12 6 6 923 925 -2 3 3 5 - 2
10 BG Göttingen
BG Göttingen
10:12 11 5 6 847 885 -38 3 2 4 + 1
11 Eisbären Bremerhaven
Eisbären Bremerhaven
8:16 12 4 8 1013 1071 -58 2 2 3 - 2
12 FRAPORT SKYLINERS
FRAPORT SKYLINERS
8:18 13 4 9 878 967 -89 2 2 3 + 1
13 Science City Jena
Science City Jena
6:16 11 3 8 838 893 -55 1 2 3 - 1
14 s.Oliver Würzburg
s.Oliver Würzburg
6:16 11 3 8 840 899 -59 1 2 3 - 3
15 WALTER Tigers Tübingen
WALTER Tigers Tübingen
6:16 11 3 8 814 900 -86 1 2 3 - 1
16 Basketball Löwen Braunschweig
Basketball Löwen Braunschweig
4:20 12 2 10 836 1016 -180 0 2 1 - 3
17 RASTA Vechta
RASTA Vechta
2:22 12 1 11 867 990 -123 0 1 1 - 6
18 Phoenix Hagen
Phoenix Hagen
0:0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

Stand: 05.12.2016, 13:09 Uhr