DAS GROSSE FINALE

Es ist das bisher wichtigste Spiel in der knapp zwölfjährigen Club-Historie: s.Oliver Würzburg empfängt am 1. Mai um 17:00 Uhr Dinamo Sassari in der restlos ausverkauften s.Oliver Arena zum Final-Rückspiel um den FIBA Europe Cup. Das Team von Headcoach Denis Wucherer muss einen Rückstand von fünf Punkten aus dem Hinspiel auf Sardinien aufholen, um am Ende den Pokal vor den eigenen Fans in den Händen zu halten. „Wir sind voll konzentriert in der Vorbereitung auf das Spiel. Die Jungs werden am Mittwoch alles geben, damit wir uns, allen Mitarbeitern unserer Organisation, den Fans und Würzburg diesen Titel schenken können“, sagt Headcoach Denis Wucherer.

(Foto: Viktor Meshko)

Die Würzburger „Turnhölle“ ist seit Montag mit 3.140 Zuschauern restlos ausverkauft, es werden auch gut 100 Fans aus Sassari anreisen. Die Partie wird als kostenfreier Livestream auf dem Youtube-Kanal der FIBA mit Kommentator Alexander Vogel (DAZN / MagentaSport) und beim Bayerischen Rundfunk auf brsport.de mit den Kommentatoren Jan Wiecken und Demond Greene zu sehen sein. Alexander Vogel wird voraussichtlich im zweiten Viertel des Spiels den Würzburger NBA-Star Maximilian Kleber als Co-Kommentator zu Gast haben.

Die sportliche Ausgangslage:
Im Hinspiel lieferten sich s.Oliver Würzburg und der Tabellensechste der italienischen Serie A, der inzwischen wettbewerbsübergreifend 13 Spiele in Folge gewonnen hat, 35 Minuten lang ein Duell auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für die Gäste, ehe sich Dinamo Sassari mit der Energie von über 5.000 heißblütigen Fans im Rücken kurz vor Schluss auf elf Punkte absetzen konnte.

In den letzten 71 Sekunden des Spiels gelang s.Oliver Würzburg durch zwei Freiwürfe von Xavier Cooks und ein Vier-Punkte-Spiel von Cameron Wells aber noch ein 6:0-Lauf, der die Unterfranken zuversichtlich ins Rückspiel gehen lässt: „Wir waren danach alle ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis. Ich erwarte auch im Rückspiel wieder einen harten Kampf. In Sassari war eine tolle Atmosphäre, aber das wird in unserer ausverkauften Halle am Mittwoch auch so sein. Wir sind bereit, werden alles geben und am Ende hoffentlich das Spiel und den Pokal gewinnen“, sagt Aufbauspieler Skyler Bowlin.

Der Modus bringt es mit sich, dass.Oliver Würzburg das Heimspiel mit mindestens sechs Punkten Differenz gewinnen muss: Die Ergebnisse aus Hin- und Rückspiel werden zusammengezählt, so dass Sassari sich eine Niederlage mit maximal vier Zählern Differenz erlauben kann, um den FIBA Europe Cup zu gewinnen. Sollte s.Oliver Würzburg nach dem Ende der regulären Spielzeit mit fünf Punkten vorne liegen - und nur in diesem Fall - geht die Partie in die Verlängerung.

Wucherer: "Wir müssen vierzig Minuten voll fokussiert und konzentriert sein"

„Unser Ziel im Hinspiel war es, mit weniger als zehn Punkten zu verlieren und den Rückstand so gering wie möglich zu halten. Kurz vor Schluss sah es einen Augenblick lang nicht so gut aus. Ich bin aber nicht überrascht, dass die Jungs am Ende einen Weg gefunden haben, den Rückstand auf fünf Punkte zu reduzieren. Eine zweistellige Niederlage wäre nach dem Spielverlauf auch nicht verdient gewesen“, so Headcoach Denis Wucherer: „Gute 35 Minuten wie in Sassari werden im Rückspiel aber nicht reichen. Wir müssen vierzig Minuten voll fokussiert und konzentriert sein, wenn wir das Ding am Ende gewinnen wollen. Wir haben das Hinspiel analysiert und konnten den Spielern einige Dinge zeigen, die sie besser machen können - vor allem in der Verteidigung. Die Jungs haben in dieser Saison schon oft bewiesen, dass sie einen Rückstand jederzeit aufholen können.“

Das gilt aber auch für Dinamo Sassari, das zuletzt am Wochenende in seinem Liga-Heimspiel gegen Brescia das letzte Viertel mit 31:15 und damit das Spiel mit 95:87 für sich entscheiden konnte. „Wir haben viel Selbstvertrauen, sie haben aber auch viel Selbstvertrauen. Es wird wieder ein gutes Spiel. Wir müssen es wie in jedem anderen Basketballspiel machen, uns auf jeden einzelnen Ballbesitz konzentrieren und nicht darauf, dass wir einen Titel gewinnen können“, betont Center Mike Morrison, der mit den FRAPORT SKYLINERS den FIBA Europe Cup 2016 schon einmal gewonnen hat - ebenso wie sein Würzburger Teamkollege Johannes Richter, der mit einer Ellenbogenverletzung aber leider zum Zuschauen verurteilt ist.

Es wäre der erste Europapokal-Sieg einer Würzburger Sportmannschaft und erst der fünfte europäische Titel für einen deutschen Basketball-Club nach ALBA BERLIN (Korac Cup 1995), dem Mitteldeutschen BC (FIBA Europe Cup Men 2004), der BG Göttingen (EuroChallenge 2010) und Frankfurt. Auf dem Weg ins Finale hat s.Oliver Würzburg die Vorrunden-Gruppe A (4 Siege / 2 Niederlagen) und die Zwischenrunden-Gruppe I (6 Siege / 0 Niederlagen) gewonnen und sich in den Playoffs gegen Avtodor Saratov (Russland), die Bakken Bears (Dänemark) und Pallacanestro Varese (Italien) durchgesetzt.

Zurück