EINMALIGE ATMOSPHÄRE MIT HEISSBLÜTIGEN FANS

Es waren nur knapp drei Stunden Flugzeit vom Albrecht Dürer Airport Nürnberg nach Sardinien: Am Dienstag um kurz nach 11 Uhr ist s.Oliver Würzburg zum ersten der beiden wichtigsten Spiele der bisherigen Clubgeschichte nach Sardinien aufgebrochen. Im Finale des FIBA Europe Cup (FEC) treten Headcoach Denis Wucherer und sein Team am Mittwoch um 20:30 Uhr zum Hinspiel bei Dinamo Sassari an. Das Rückspiel findet am 1. Mai um 17:00 Uhr in der s.Oliver Arena statt, Tickets aller Kategorien für die Titelvergabe in der Würzburger Turnhölle sind noch im Online-Shop erhältlich. 

Der Modus ist derselbe wie im Achtel-, Viertel- und Halbfinale: Die Ergebnisse von Hin- und Rückspiel werden addiert, um den FIBA Europe Cup Champion 2019 zu ermitteln. In den ersten drei Playoff-Runden konnte sich s.Oliver Würzburg als bestes Team der Zwischenrunde im Auswärts-Hinspiel jeweils eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in eigener Halle verschaffen und dann mit den eigenen Fans im Rücken souverän in die nächste Runde einziehen.

Das ist auch am Mittwoch im 5.000 Zuschauer fassenden und nach einer ehemaligen italienischen Nationalspielerin benannten „Palasport Roberta Serradimigni“ das Ziel: „Es wartet dort eine schwere Aufgabe auf uns, aber wir werden alles daran setzen, um wieder mit einem guten Ergebnis ins Rückspiel gehen und den Pott am 1. Mai in Händen halten zu können“, sagt Denis Wucherer, der mit viel Respekt vor dem Gegner ins Hinspiel geht: „Sassari spielt extrem physisch und ist auch sehr schnell unterwegs. Wir müssen mit allem was wir haben dagegen halten und deutlich härter spielen, als wir das zuletzt in Oldenburg getan haben. Sie erzielen in eigener Halle im Schnitt 95 Punkte und haben gerade im europäischen Wettbewerb zuhause fast alle Gegner deutlich geschlagen. Unsere Spieler werden auf der Insel eine einmalige Atmosphäre mit heißblütigen Fans erleben. Wir müssen den Sturm, der uns da erwartet, einigermaßen überstehen.“

Ganze zwei Mal im laufenden Wettbewerb hat der Tabellensiebte der italienischen „Serie A“ in eigener Halle weniger als 93 Punkte erzielt, beide Spiele hat Sassari nicht gewonnen: In der Zwischenrunde unterlagen sie gegen Würzburgs Halbfinal-Kontrahent Pallacanestro Varese mit 87:90, im Viertelfinal-Rückspiel gab es gegen Würzburgs Zwischenrundengegner Pinar Karsiyaka ein 83:83-Unentschieden. In den FEC-Playoffs blieb Sassari ungeschlagen, während s.Oliver Würzburg neben sieben Siegen auch eine knappe 75:76-Niederlage bei den Bakken Bears hinnehmen musste.

Einer, der die Halle und die Fans auf Sardinien besonders gut kennt, ist Gabriel Olaseni: Der britsche Center hat in der Spielzeit 2016/2017 für Dinamo Sassari gespielt. „Sie haben sehr leidenschaftliche und laute Fans, die das Spiel verstehen und genau wissen, wann ihre Mannschaft Unterstützung braucht. Ich erwarte einen intensiven Kampf. Sassari wird versuchen, mit seinen Zuschauern im Rücken das Spiel zu gewinnen und sich einen möglichst hohen Vorsprung zu holen. Wir müssen darauf vorbereitet sein, mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen und von Anfang an voll dagegen halten.“ 

WUCHERER: "MÜSSEN DEN STURM EINIGERMASSEN ÜBERSTEHEN"

Zum Kader des italienischen Trainers Gianmarco Pozzecco, der als ehemaliger Point Guard in Varese übrigens zwei Jahre lang zusammen mit Denis Wucherer gespielt hat, gehören zwei alte Bekannte aus der easyCredit BBL: Center Jack Cooley (11,5 Punkte / 6,7 Rebounds pro Spiel) trug in der Saison 2016/2017 das Trikot der MHP RIESEN Ludwigsburg, Flügelspieler Dyshawn Pierre (7,1 Punkte / 4,1 Rebounds) spielte im selben Jahr für die Basketball Löwen Braunschweig.

Neben Cooley kommen nach der Knieverletzung des etatmäßigen Point Guards Scott Bamforth im Januar noch vier weitere Akteure im tief besetzten Kader von Dinamo Sassari auf eine durchschnittlich zweistellige Punkteausbeute im FEC: Top-Scorer ist der athletische Power Forward Rashawn Thomas (15,1 Punkte / 6,2 Rebounds), der im Achtelfinal-Rückspiel gegen ZZ Leiden 40 Punkte aufgelegt hat. Sein italienischer Positionskollege Achille Polanara (12,9 Punkte / 5,8 Rebounds) kommt auf ähnlich gute Werte wie der US-Amerikaner. Spielmacher Jaime Smith erzielt 11,9 Punkte und verteilt 5,1 Korbvorlagen pro Partie, Shooting Guard Tyrus McGee (10,8 Punkte) ist neben dem Italiener Marco Spissu der beste Distanzschütze der Gastgeber.

Die Partie wird am Mittwoch ab 20:30 Uhr im kostenfreien Livestream auf dem Youtube-Kanal der FIBA übertragen. In der „Blauen Halle“ auf dem Firmengelände der Firma va-Q-tec im Gewerbegebiet Dürrbachau / Alfred-Nobel-Straße 33 findet ein Public Viewing auf Großbildleinwand statt. Der Eintritt ist frei, Platz ist für mehrere hundert Fans, Parkplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden, für passende Speisen und Getränke ist selbstverständlich gesorgt.

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Pokal im Visier
Foto: Viktor Meshko