FRANKENDERBY DIESES MAL UNTER TABELLENNACHBARN

Die kleine Auswärts-Erfolgsserie mit Siegen in Vechta und Chemnitz kommt am Mittwochabend auf den Prüfstand: s.Oliver Würzburg tritt zum Nachholspiel des 4. easyCredit BBL-Spieltags bei Brose Bamberg an. Beide Teams trafen in dieser Saison bereits in der Vorrunde des Magenta Sport BBL Pokals auf neutralem Parkett in Ulm aufeinander, die Oberfranken konnten sich dabei am 24. Oktober mit 89:68 deutlich durchsetzen. Sprungball in der Bamberger Brose Arena ist am Mittwoch um 20:30 Uhr, die Liveübertragung auf magentasport.de mit Kommentator Jan Lüdeke beginnt wie gewohnt eine Viertelstunde früher. 

Im Pokalspiel lieferten die Unterfranken dem Favoriten lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe und lagen nach 27 Minuten noch mit 56:50 in Führung, ehe die Bamberger die Partie in der ratiopharm arena mit einem 20:0-Lauf für sich entscheiden konnten. „Am Mittwoch haben wir die Möglichkeit zu zeigen, inwieweit wir inzwischen stabiler geworden sind und ob wir dazugelernt haben. Bamberg hat am Sonntag gegen ALBA BERLIN über 35 Minuten eine gute Vorstellung gezeigt, auch international spielen sie bisher auf einem hohen Niveau. Mit dieser Mannschaft sind sie eindeutig ein Playoff-Kandidat, entsprechend schwer wird es für uns“, sagt Headcoach Denis Wucherer vor dem zweiten Spiel innerhalb von fünf Tagen: „Die Jungs, die in Chemnitz weniger Minuten gespielt haben als sonst, werden am Mittwoch mehr gefordert sein, wir brauchen ihren Input.“ 

Nach aktuellem Stand kann Wucherer in Bamberg auf alle Spieler zählen, die auch am Samstag in Chemnitz im Aufgebot standen. Weiterhin nicht dabei ist der gebürtige Bamberger Nils Haßfurther, der nach überstandener Mandelentzündung aber voraussichtlich Ende der Woche wieder ins Training einsteigen kann. Die Partie sollte ursprünglich am 3. Dezember stattfinden, wurde aber wie die meisten Begegnungen des 4. Spieltags im Nachgang des Länderspiel-Wochenendes verschoben, weil die Nationalspieler erst nach dem Vorliegen negativer Corona-Tests wieder mit ihren Clubs trainieren konnten. 

GUTE ERINNERUNGEN AN DAS LETZTE AUSWÄRTS-FRANKENDERBY 

An das letzte Auswärts-Frankenderby haben vier Würzburger Spieler und die Fans der Unterfranken nur die allerbesten Erinnerungen: Nils Haßfurther, Joshua Obiesie, Florian Koch und Kapitän Felix Hoffmann waren dabei, als s.Oliver Würzburg am 26. November 2019 mit 72:69 der erste Sieg in der Brose Arena gelang. Die Oberfranken revanchierten sich am 6. März 2020 mit einem 95:77-Erfolg in der ausverkauften Turnhölle - das war für s.Oliver Würzburg gleichzeitig das letzte Spiel vor dem Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie. Brose Bamberg hat 19 der bisherigen 21 Duelle in Liga und Pokal gewonnen. 

In der laufenden Saison haben die Oberfranken trotz ihrer beiden Siege in drei Vorrundenspielen die Qualifikation für das TOP 4 des Pokals verpasst. In der Liga haben sie wie s.Oliver Würzburg bisher zwei Erfolge aus fünf Spielen vorzuweisen und sind daher in der Tabelle nur dank der besseren Korbdifferenz einen Platz vor den Unterfranken zu finden. Deutlich besser läuft es in der Gruppenphase der Basketball Champions League, in der die Oberfranken nach drei Spieltagen noch ungeschlagen sind und als Spitzenreiter der Gruppe F beste Aussichten auf den Einzug in die nächste Runde haben. 

Erfolgreichster Punktesammler (19,8 Punkte) und gleichzeitig bester Bällepflücker (8,2 Rebounds) im Team von Headcoach Johan Roijakkers ist Center David Kravish, der mit über 28 Minuten in der easyCredit BBL auch die längste Zeit aller Bamberger auf dem Parkett verbringt, dicht gefolgt von Shooting Guard Devon Hall (15,4 Punkte/5,6 Rebounds/4,2 Assists), der beim Pokalspiel im Oktober noch nicht Teil des Brose-Kaders war. 

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Foto: Heiko Becker