Heimsieg durch geschlossene Mannschaftsleistung

s.Oliver Würzburg besiegt die BG Göttingen mit 95:82 (43:41) – Fünf Spieler punkten zweistellig – 83 Prozent Dreierquote in der zweiten Halbzeit

(Foto: Gerd Ulherr)

Überzeugender Erfolg gegen die BG Göttingen: Dank einer geschlossenen Teamleistung hat s.Oliver Würzburg am 21. Spieltag der easyCredit BBL den siebten Heimsieg eingefahren und bleibt weiter dran an den Playoff-Plätzen. Beim auch in der Höhe verdienten 95:82-Sieg trafen gleich fünf Würzburger Spieler zweistellig, allen voran Cliff Hammonds und Robin Benzing mit jeweils 16 Punkten. Top-Scorer der Partie wurde Göttingens Brion Rush mit 23 Zählern.

3.007 Zuschauer in der s.Oliver Arena sahen zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten: Vor der Pause war es eine Partie auf Augenhöhe, in der die Führung ein Dutzend mal – teilweise im Minutentakt – wechselte. Im dritten Abschnitt konnten die Gastgeber dann ihren knappen Vorsprung beim Seitenwechsel schnell in den zweistelligen Bereich erhöhen – davon erholten sich die Veilchen im weiteren Spielverlauf nicht mehr.

Headcoach Dirk Bauermann startete mit Cliff Hammonds, Maurice Stuckey, Felix Hoffmann, Robin Benzing und Kapitän Kresimir Loncar in die Partie, die im ersten Viertel einen sehr abwechslungsreichen Verlauf nehmen sollte. Zu Beginn taten sich beide Teams im Angriff schwer, das änderte sich aber ab der 6. Minute, als sich zunächst die Unterfranken auf 17:12 (8. Minute) absetzen konnten, ehe die Niedersachsen zurückschlugen und den Spielstand bis Ende des Viertels auf 19:20 stellten.

In ähnlichem Stil ging es in den zweiten zehn Minuten weiter: Erst vollendeten die Gäste einen viertel-übergreifenden 15:2-Lauf zum Spielstand von 21:27, dann waren wieder die Hausherren am Drücker: Sie legten ihrerseits einen 11:2-Lauf zum 32:31 (16. Minute) aufs Parkett – eingeleitet und abgeschlossen durch Clifford Hammonds, der gegen die BG Göttingen offenbar besonders gerne spielt. Schon im Hinspiel hatte der Würzburger Co-Kapitän 16 Zähler erzielt und damit seine Saisonbestmarke aufgestellt. Der fünffache Familienvater war es auch, der für den letzten Führungswechsel der Partie verantwortlich zeichnete: Er schloss einen Fastbreak mit ablaufender Uhr des zweiten Viertels zum denkbar knappen Halbzeitstand von 43:41 ab.

 

Bauermann: „Gegen Erfurt haben wir auch noch etwas gutzumachen“

Nach dem Seitenwechsel gaben die Würzburger diese Führung nicht mehr her und setzten sich mit ihrer stärksten Phase immer weiter ab: Aus dem 45:44 nach den ersten beiden Aktionen der zweiten Halbzeit machten sie innerhalb von sieben Minuten einen zweistelligen Vorsprung (60:50). Dass der siebte Sieg im zehnten Heimspiel der Saison danach nicht mehr in Gefahr geriet, lag an der mannschaftlichen Geschlossenheit im Angriff und einer überragenden Trefferquote aus der Distanz: Zehn der zwölf Dreierversuche in den zweiten zwanzig Minuten waren erfolgreich.

Beim Stand von 68:56 ging es ins letzte Viertel, in dem die Hausherren jegliche Bemühungen der Veilchen in Sachen  Aufholjagd immer schnell im Keim ersticken und den Abstand auf 18 Zähler ausbauen konnten (85:67, 36. Minute). Zwar kamen die Göttinger in der Schlussphase durch zwei wilde Dreier von Harper Kamp noch einmal bis auf auf 90:80 heran, in Gefahr geriet der souveräne Würzburger Heimsieg aber zu keiner Zeit. „Alles in Allem war das ein sehr guter Abend für uns. Jetzt freuen wir uns auf das nächste Heimspiel am kommenden Freitag gegen Erfurt, denn auch da haben wir noch etwas gut zu machen“, sagte Headcoach Dirk Bauermann nach dem Spiel.

s.Oliver Würzburg – BG Göttingen 95:82 (19:20, 23:21, 25:15, 27:26)


Für s.Oliver Würzburg spielten:
Clifford Hammonds 16 Punkte/3 Dreier (5 Assists), Robin Benzing 16/2 (9 Rebounds), Kresimir Loncar 14/3, Abdul Gaddy 13/2, Maurice Stuckey 9/1, Vytenis Lipkevicius 8 (4 Steals), Owen Klassen 8 ( Rebounds), Vaughn Duggins, Felix Hoffmann.

Top-Performer Göttingen:
Rush 23/5 (6 Rebounds/5 Assists), Kamp 18/2 (3 Steals), Stockton 17/2 (5 Assists), Grüttner-Bacoul 10.


Key Stats:
Rebounds: Würzburg 33 (9 offensiv) – Göttingen 24 (5 offensiv)
Dreier zweite Halbzeit: Würzburg 10 von 12 (83,3 Prozent) – Göttingen 6 von 17 (35,3 Prozent)
Freiwürfe: Würzburg 21 von 24 (88 Prozent) – Göttingen 9 von 11 (82 Prozent)

Stimmen zum Spiel:


Dirk Bauermann, Headcoach s.Oliver Würzburg
„Ich bin zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Göttingen spielt einen sehr klugen Basketball, sie bewegen den Ball gut und spielen miteinander und füreinander. Man muss bei jedem ihrer Angriffe 24 Sekunden lang sehr aufmerksam sein, das waren wir über weite Strecken. Wir wollten heute schnell spielen und viele Ballbesitze haben. Fünf Spieler haben zweistellig gepunktet, drei weitere hatten acht und neun Punkte. Es war also gut verteilt, das ist wichtig für uns. Wir haben außerdem ordentlich gereboundet und dieses Duell ebenfalls gewonnen. Alles in Allem war das ein sehr guter Abend für uns. Jetzt freuen wir uns auf das nächste Heimspiel am kommenden Freitag gegen Erfurt, denn auch da haben wir noch etwas gut zu machen.“

Johan Roijakkers, Headcoach BG Göttingen
„Gratulation an Würzburg und Coach Bauermann zu einem verdienten Sieg. Mein Team hat drei Viertel mit einer Playoff-Mannschaft sehr gut mitgespielt. Im dritten Viertel hatten wir Schwierigkeiten, gegen den Druck zu bestehen, aber es ist für eine Mannschaft wie unsere natürlich schwer, da 40 Minuten dagegen zu halten. Ich bin zufrieden damit, wie meine Jungs gekämpft haben, es war eine gute Leistung. Ich schaue nicht auf die Tabelle, sondern fokussiere mich auf das, was ich kontrollieren kann. Es macht mir Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten. Ich kann nicht klagen, denn Göttingen ist ein guter Standort, an dem man ruhig arbeiten kann.“ 

 

 

09.02.2018

Premium & exklusiv Sponsoren

Supplier