Auswärtssieg zum Abschluss der Hinrunde

s.Oliver Würzburg beendet die Negativserie in fremden Hallen: Verdienter 86:80-Erfolg bei den GIESSEN 46ers nach einer hart umkämpften Partie

(Foto: Heiko Becker)

Die Auswärts-Negativserie ist endlich vorbei: Am letzten Spieltag der Hinrunde hat s.Oliver Würzburg bei den GIESSEN 46ers einen verdienten 86:80-Sieg eingefahren. Nach einer hart umkämpften und von beiden Teams mit viel Einsatz geführten Partie setzten sich die Gäste bis zur 35. Minute zweistellig ab und ließen sich den neunten Saisonsieg in der Schlussphase nicht mehr nehmen. Alle zehn eingesetzten Würzburger Spieler trugen sich in die Scorerliste ein, angeführt von Kapitän Kresimir Loncar und Robin Benzing mit jeweils 20 Punkten.

Headcoach Dirk Bauermann hatte eine enge und hart umkämpfte Partie vorhergesagt, und so kam es in der Sporthalle Gießen-Ost vor 3.529 Zuschauern – darunter mehr als hundert mitgereiste Würzburger Anhänger – dann auch: 13-mal wechselte die Führung in den ersten drei Vierteln, bevor die Gäste in den ersten Minuten des vierten Spielabschnitts die Weichen auf Sieg stellen konnten.

Aber der Reihe nach: Die ersten Minuten der Partie waren geprägt von der intensiven Verteidigung der Unterfranken, die die Gastgeber immer wieder zu schweren Würfen und Ballverlusten zwangen. Ganze vier Punkte erzielten die 46ers in den ersten sieben Minuten des Spiels, so dass sich s.Oliver Würzburg Punkt um Punkt absetzen konnte.

Vor allem die Distanzschützen der Gäste hatten – wie zuletzt beim souveränen Heimerfolg gegen Frankfurt – das Visier sehr gut eingestellt: Sieben der ersten zehn Dreierversuche waren erfolgreich, jeweils drei davon durch Kresimir Loncar und Robin Benzing. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts lagen die Gäste mit 10:20 vorne, ehe Mauricio Marin im siebten Anlauf den ersten Gießener Drei-Punkte-Wurf zum 13:20 versenken konnte.

In der 13. Minute kämpften sich die Hausherren mit einem 6:0-Zwischenspurt auf 22:23 heran, im Anschluss wechselte das Momentum bis zur Halbzeitpause fast im Minutentakt: Erst zogen die Gäste auf 22:30 davon, dann gingen die 46ers mit 37:32 in Führung. In den letzten beiden Minuten des zweiten Viertels glichen die Würzburger wieder aus: Beim Stand von 37:37 ging es in die Kabinen.

Benzing macht 46 Sekunden vor dem Ende den Deckel drauf


In diesem Stil ging es auch im dritten Abschnitt unverändert weiter: Nach den Zwischenergebnissen 40:44 (24. Minute) und 52:49 (27. Minute) war es in der Schlussphase des dritten Viertels Owen Klassen, der mit vier Punkten den insgesamt 13. und vorentscheidenden Führungswechsel der Partie verantwortete: 57:60 war nach dreissig gespielten Minuten auf der Anzeigetafel zu lesen.

Es folgte die entscheidende Phase der Partie: Erst kämpften sich die Gießener nach einem Fünf-Punkte-Rückstand auf 64:66 (33. Minute) heran, dann packten die Gäste nach einer längeren Durststrecke von Downtown wieder die Dreier aus: Zweimal Loncar und einmal Maurice Stuckey trafen von außen zum 65:75-Zwischenstand (35. Minute). „Big John“ Bryant und Jahenns Manigat brachten die Hausherren im Anschluss in kürzester Zeit wieder in Schlagdistanz (73:75, 37. Minute). In den letzten 190 Sekunden der Partie ließen die Unterfranken aber nichts mehr anbrennen: 46 Sekunden vor dem Ende machte DBB-Kapitän Robin Benzing mit einem Sprungwurf zum 77:85 den Deckel auf einen verdienten Sieg „on the road“.


GIESSEN 46ers – s.Oliver Würzburg 80:86 (13:20, 24:17, 20:23, 23:26)


Für s.Oliver Würzburg spielten:
Kresimir Loncar 20 Punkte/5 Dreier, Robin Benzing 20/3, Vaughn Duggins 10/1, Maurice Stuckey 9/1, Abdul Gaddy 8 (5 Rebounds), Clifford Hammonds 6 (7 Assists), Owen Klassen 4 (5 Rebounds), Leon Kratzer 4, E.J. Singler 3/1, Vytenis Lipkevicius 2.

Top-Performer Gießen:
Bryant 15 (10 Rebounds/6 Assists), Manigat 16/2, Abrams 11/3, Lischka 9 (4 Assists).

Key Stats:
Wurfquote aus dem Feld: Würzburg 47 Prozent – Gießen 41 Prozent
Dreierquote: Würzburg 44 Prozent (11 von 25) – Gießen 30 Prozent (8 von 27)
Ballverluste: Würzburg 10 – Gießen 17
Rebounds zweite Halbzeit: Würzburg 19 – Gießen 13

Stimmen zum Spiel:


Kresimir Loncar, s.Oliver Würzburg
„Ich weiß nicht warum, aber bei mir läuft es in Gießen immer, ich habe ein gutes Gefühl in dieser Halle. Das ganze Team hat heute aber sehr gut gespielt. Wir haben endlich wieder ein Auswärtsspiel gewonnen, und das auch noch bei einem direkten Konkurrenten und gegen eine starke Mannschaft, darüber bin ich sehr froh. Es ist immer sehr schwierig, gegen John Bryant zu verteidigen, deshalb habe ich einfach mehr Punkte gemacht als er. Für mich mit meinen 35 Jahren ist es gut, jetzt mal ein paar Tage Pause zu haben.“

Benjamin Lischka, GIESSEN 46ers
„Es war ein Spiel mit hoher Intensität auf beiden Seiten, auch wir haben gut dagegen gehalten. Wir haben heute unsere Dreier nicht so gut getroffen. Es war etwas schade, dass die Linie der Schiedsrichter heute nicht so gut zu erkennen war. Würzburg hat es aber gut gemacht und verdient gewonnen.“

Dirk Bauermann, Headcoach s.Oliver Würzburg
„Was Ingo Freyer und Gießen in diesem Jahr bisher leisten, übertrifft alle Erwartungen. Insofern sind wir besonders froh, hier gewonnen zu haben. Wir wussten, wie hart es werden würde und haben ganz gut angefangen. Wir dürfen es uns mit unserer Erfahrung aber nicht erlauben, durch zwei Ballverluste in einer Minute aus einer Zehn-Punkte-Führung eine Fünf-Punkte-Führung werden zu lassen. Das darf uns nicht passieren. Am Ende sind wir glücklich und zufrieden damit, dass wir dieses schwere Auswärtsspiel gewinnen konnten.“

Ingo Freyer, Headcoach GIESSEN 46ers
„Würzburg hat zu Recht gewonnen. Wir haben das Spiel am Ende des zweiten Viertels aus der Hand gegeben, als wir in den letzten drei Minuten wirklich schlecht gespielt haben. Wenn wir uns da eine kleine Führung hätten herausspielen können, hätten wir damit vielleicht die sechs Punkte, die uns am Ende gefehlt haben, kompensieren können. Ein weiterer ganz wichtiger Grund für die Niederlage waren unsere 17 Ballverluste. Würzburg hat am Ende sehr schlau gespielt. Besonders Robin Benzing und Kresimir Loncar haben das sehr clever gemacht. Wir brauchen noch ein paar Jährchen, um Spieler zu bekommen, die das Spiel so gut lesen können.“

 

 

16.01.2018

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