SIEGESSERIE IN GIESSEN FORTGESETZT

s.Oliver Würzburg setzt sich bei den 46ers deutlich mit 101:84 (51:42) durch - Xavier Cooks mit 21 Punkten und 13 Rebounds - Drei BBL-Heimspiele in Folge gegen Crailsheim, die BG Göttingen und ratiopharm ulm

--> HEIMSPIEL-TICKETS <-- (Foto: H. Becker)

s.Oliver Würzburg hat seine Siegesserie auch am 19. Spieltag der easyCredit BBL fortgesetzt: Bei den GIESSEN 46ers kam die Mannschaft von Headcoach Denis Wucherer am Sonntag zu einem überzeugenden und auch in der Höhe verdienten 101:84-Erfolg. Entscheidend für den vierten BBL-Sieg in Folge war eine Kombination aus starker Verteidigung und viel Selbstvertrauen im Angriff, mit der sich die Unterfranken im Verlauf des dritten Viertels eine 20-Punkte-Führung herausspielen konnten. Eine Aufholjagd der 46ers beendete Xavier Cooks im Schlussviertel mit sieben Zählern in Folge. Der Australier legte mit 21 Punkten und 13 Rebounds sein zweites „Double-Double“ der Saison auf und war bester Punktesammler der Partie.

Für Headcoach Denis Wucherer, Co-Trainer Steven Key und das Spieler-Trio Cameron Wells, Gabriel Olaseni und Skyler Bowlin war es eine sehr erfolgreiche Rückkehr an ihre frühere Wirkungsstätte. Nach zuvor wettbewerbsübergreifenden sechs Siegen in Folge entschied sich Wucherer vor dem Spiel, Neuzugang Devin Oliver noch nicht einzusetzen, sondern auf die erfolgreiche Aufstellung der letzten Wochen zurückzugreifen. Der neue Flügelspieler soll im letzten Gruppenspiel im FIBA Europe Cup am Mittwoch (18:00 Uhr, live auf dem Youtube-Kanal der FIBA) bei Szolnoki Olaj in Ungarn viel Spielzeit erhalten. Auch die Startaufstellung konnte unverändert bleiben, weil Felix Hoffmann seinen Magen-Darm-Infekt rechtzeitig auskuriert hatte.

Die Gäste gingen von Beginn an hochkonzentriert zu Werke und attackierten konsequent am Brett. Mike Morrison erzielte die ersten sechs Würzburger Punkte, unter anderem durch einen krachenden Alley-Oop-Dunk nach Zuspiel von Skyler Bowlin. „Man hat heute gemerkt, dass wir im Vergleich zum Hinspiel zwei Tage mehr Zeit hatten, uns auf John Bryant vorzubereiten - vor allem auf die Art und Weise, wie er verteidigt“, sagte Wucherer nach dem Spiel. Im ersten Viertel sahen die 3.752 Zuschauer in der ausverkauften Gießener Osthalle eine Partie auf Augenhöhe - erst in der zehnten Minute gelang es s.Oliver Würzburg zum ersten Mal, sich etwas deutlicher abzusetzen (16:22).

Im zweiten Abschnitt gelang es den Mittelhessen durch sieben Freiwürfe, den Spielstand wieder auszugleichen (32:32, 14. Minute). Eine Minute später war es Larry Gordon, der die 46ers wieder in Führung brachte (36:34) und Wucherer zu einer Auszeit veranlasste. Unmittelbar danach drehten Mike Morrison nach einem Offensivrebound und Jordan Hulls von der Dreierlinie den Spielstand erneut (36:39, 17. Minute), und zwar bereits zum letzten Mal. In den letzten zweieinhalb Minuten der ersten Halbzeit legte s.Oliver Würzburg dann einen 8:0-Lauf hin und konnte mit einer 51:42-Führung in die Kabine gehen.

16:2-Lauf in der Schlussphase bringt die Entscheidung


Gleich nach dem Seitenwechsel bauten die Gäste ihren Zwischenspurt durch einen Dreier von Xavier Cooks und den nächsten Morrison-Korbleger auf 13:0 aus. In dieser Phase griff die Verteidigung der Unterfranken besonders gut - ganze sechs Zähler erzielten die 46ers bis 25. Minute, so dass s.Oliver Würzburg den Vorsprung auf 20 Punkte schrauben konnte (48:68). Mit zwei schnellen Dreiern von Mahir Agva und David Bell starteten die 46ers dann ihre Aufholjagd und konnten den Abstand bis zum Ende des dritten Viertels halbieren (64:74).

In der 33. Minute war der Würzburger Vorsprung sogar auf 68:75 geschrumpft, dann sorgte Xavier Cooks aber schnell wieder für klare Verhältnisse: Nach einem unsportlichen Foul von Benjamin Lischka erzielte der Rookie aus Australien im Alleingang sieben Punkte in Folge und leitete damit den entscheidenden 16:2-Lauf zum Spielstand von 70:91 in der 37. Minute ein - damit war der achte Würzburger Saisonsieg und auch der direkte Vergleich gegen die GIESSEN 46ers in trockenen Tüchern.

Nach dem Europapokal-Trip nach Ungarn unter der Woche warten vor der Länderspielpause noch drei BBL-Heimspiele innerhalb von sechs Tagen auf s.Oliver Würzburg: Für die Partien gegen die HAKRO Merlins Crailsheim (Samstag, 09. Februar, 18:00 Uhr), die BG Göttingen (Dienstag, 12. Februar, 20:30 Uhr) und das Nachholspiel vom 2. Spieltag gegen ratiopharm ulm (Donnerstag, 14. Februar, 20:30 Uhr) sind noch Tickets aller Kategorien im Online-Ticketshop erhältlich.

 

GIESSEN 46ers - s.Oliver Würzburg 84:101 (16:22, 26:29, 22:23, 20:27)


Für s.Oliver Würzburg spielten:
Xavier Cooks 21 Punkte/2 Dreier (13 Rebounds), Mike Morrison 15, Jordan Hulls 14/2 (3 Steals), Joshua Obiesie 12, Skyler Bowlin 10/2 (7 Assists), Gabriel Olaseni 8, Florian Koch 6, Cameron Wells 6, Brad Lösing 5/2, Johannes Richter 2, Felix Hoffmann 2.

Top-Performer Gießen:
Bryant 16 (7 Rebounds/8 Assists), Lischka 12/2, Bell 12/2, Gordon 10/2, Agva 10.


Key Stats:
Punkte in der Zone:
Würzburg 52 - Gießen 20
Ballverluste: Würzburg 9 - Gießen 19
Wurfquote aus dem Feld: Würzburg 60 Prozent (40 von 67) - Gießen 47 Prozent (24 von 51)

Stimmen zum Spiel


Xavier Cooks, s.Oliver Würzburg:
„Ich denke, unsere Verteidigung war der Schlüssel zum Sieg. Wir wussten dass Gießen offensiv sehr stark ist und viele Punkte macht, aber das können wir auch. Wir haben es geschafft, sie einigermaßen zu kontrollieren und im Angriff unseren Job zu machen. John Bryant ist ein unglaublich talentierter Spieler, man kann ihn nie völlig ausschalten. Wir haben hart gegen ihn gearbeitet und ihn gut unter Druck gesetzt.“

Denis Wucherer, Headocach s.Oliver Würzburg:
„Das war insgesamt eine sehr gelungene Auswärtsfahrt. Man hat gemerkt, dass wir im Vergleich zum Hinspiel zwei Tage länger Zeit hatten, um uns auf John Bryant vorzubereiten, vor allem auch auf die Art und Weise, wie er verteidigt. Das haben wir über weite Strecken sehr ordentlich ausgeführt, so wie wir uns das auch vorgestellt haben. Wir haben 28 Assists verteilt, aber nur 9 Ballverluste. Mit so einer Quote kannst du auch auswärts in einem schwierigen Umfeld gegen ein starkes Team bestehen und gewinnen. Wenn man sich ansieht, wie stark wir heute über 36 oder 37 Minuten gespielt haben, gab es für mich keine Bedenken oder Zweifel, ob wir das Spiel gewinnen. Wir haben sehr viel richtig gemacht, ich bin stolz auf die Truppe.“

Ingo Freyer, Headcoach GIESSEN 46ers:
„Wenn man mit 17 Punkten Differenz gewinnt, dann ist das natürlich ein verdienter Sieg. In der einen Phase waren wir aber ganz klar obenauf. Noch zwei Minuten länger und wir hätten den Ausgleich geschafft und das Spiel dann vielleicht auch gewonnen. Aber dann haben wir uns provozieren lassen und die Schiedsrichter haben in dieser Situation so entschieden, wie sie entschieden haben. Für mich momentan völlig unverständlich, aber ich muss mir erst einmal das Video anschauen. Das war der Killer, Würzburg hat zwei Freiwürfe und den Ball bekommen. Wir waren vorher von der Körpersprache sehr gut drauf. Ich stelle mir vor, dass wir gewonnen hätten, wenn diese Situation nicht so gekommen wäre. Wenn man so schlecht Freiwürfe trifft wie wir heute, ist aber vielleicht auch das Selbstvertrauen nicht ganz so da.“

03.02.2019

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