MIT DREI PUNKTEN VORSPRUNG INS RÜCKSPIEL

FIBA Europe Cup: s.Oliver Würzburg setzt sich im Achtelfinal-Hinspiel bei Avtodor Saratov in Russland mit 79:76 (36:39) durch - Gute Verteidigung über vierzig Minuten war der Schlüssel zum Sieg

--> HEIMSPIEL-TICKETS <-- (Foto: FIBA)

Achter Sieg in Folge im FIBA Europe Cup: s.Oliver Würzburg hat das Hinspiel des Achtelfinales beim russischen Vertreter Avtodor Saratov für sich entschieden. Nach dem 79:76-Erfolg am Aschermittwoch gehen Headcoach Denis Wucherer und sein Team am 13. März (Sprungball 19:00 Uhr in der s.Oliver Arena) mit drei Punkten Vorsprung in das Rückspiel und könnten sich im Kampf um den Einzug ins FEC-Viertelfinale sogar eine knappe Niederlage vor eigenem Publikum leisten. Topscorer bei einer geschlossenen Mannschaftsleistung auf Würzburger Seite waren Devin Oliver und Xavier Cooks mit jeweils 15 Punkten. Alle zehn Spieler trugen sich in die Scorerliste ein, Cameron Wells fehlten am Ende nur zwei Assists und zwei Rebounds für ein „Triple Double“.

Die gute Verteidigung über den gesamten Spielverlauf war der Schlüssel zum Sieg - Saratov hatte vor dem Spiel im FEC mehr als 96 Punkte im Schnitt erzielt. Dass es dieses Mal deutlich weniger werden würden, deutete sich schon in der ersten Halbzeit an: „Da haben wir zwar offensiv nicht das gezeigt, was wir wollten, waren durch unsere gute Verteidigung aber im Spiel“, sagte Florian Koch. So entwickelte sich im kühlen Kristall-Sportpalast in Saratov eine von Anfang bis Ende enge und spannende Partie mit vielen kurzen Läufen beider Kontrahenten.

Zu keiner Phase des Spiels konnte sich eine Mannschaft auf mehr als fünf Punkte absetzen - alleine in der ersten Halbzeit wechselte die Führung 16-mal. Im ersten Viertel lagen über weite Strecken die Gäste aus Unterfranken knapp vorne, in die erste Viertelpause ging es beim Spielstand von 24:23 aus Sicht der Hausherren. So eng und abwechslungsreich ging es auch im zweiten Abschnitt weiter, bis sich Saratov durch einen Dreier und einen Korbleger des Ex-Münchners Boris Savovic kurz vor dem Seitenwechsel auf 39:34 absetzen konnte.

Johannes Richter sorgte mit zwei Freiwürfen für den 39:36-Halbzeitstand, und auch unmittelbar nach dem Seitenwechsel konterte s.Oliver Würzburg einen Fünf-Punkte-Vorsprung der Russen postwendend: Skyler Bowlin per Dreier und Mike Morrison mit einem krachenden Dunking trafen zum 44:44, und nach einer Avtodor-Auszeit konnte Felix Hoffmann mit einem weiteren Dreier nachlegen (44:47, 24. Minute).

Im selben Stil ging es bis zum Schluss weiter: Mal lagen die Unterfranken mit fünf Punkten vorne (54:59, 29. Minute), dann wieder Saratov nach einem „And One“ ihres Topscorers Trae Golden und einem Sprungwurf von David Kravish (66:61, 34. Minute). Nach einer Auszeit von Denis Wucherer drehten seine Jungs den Spielstand erneut - Xavier Cooks legte in dieser Phase sieben Punkte auf und versenkte zwei Korbleger zum 70:72 (36. Minute).

Auch das war noch lange nicht das Ende der Achterbahn-Fahrt: Zwei Minuten später lagen die Gastgeber nach ihrem nächsten 6:0-Lauf wieder mit 76:72 vorne. Das waren dann aber ihre letzten Punkte des Spiels - die letzten 130 Sekunden gehörten s.Oliver Würzburg. Erst brachte Skyler Bowlin sein Team durch seinen zweiten Dreier auf 76:75 heran, dann sorgte Cameron Wells mit einem erfolgreichen Sprungwurf 14,4 Sekunden vor dem Ende für den 26. und letzten Führungswechsel der Partie zum 76:77. Am Ende waren es ein Block von Xavier Cooks gegen David Kravish, ein langer Pass von Skyler Bowlin und ein Fastbreak-Korbleger von Devin Oliver mit der Schlusssirene, die den Endstand von 76:79 brachten.

„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, aber es ist erst Halbzeit in diesem Duell“, sagte Headcoach Denis Wucherer hinterher: „In der Verteidigung war das heute über vierzig Minuten sehr ordentlich, offensiv haben wir aber noch Luft nach oben.“ Das Rückspiel findet am kommenden Mittwoch um 19:00 Uhr in der s.Oliver Arena statt, Tickets ab fünf Euro gibt es im Online-Ticketshop von s.Oliver Würzburg.

Avtodor Saratov - s.Oliver Würzburg 76:79 (24:23, 15:13, 17:23, 20:20)

Für s.Oliver Würzburg spielten:
Devin Oliver 15 Punkte/1 Dreier (7 Rebounds), Xavier Cooks 15/1, Cameron Wells 12 (8 Rebounds/8 Assists/3 Steals), Skyler Bowlin 11/2 (8 Assists), Mike Morrison 6, Florian Koch 6/2, Johannes Richter 4, Gabriel Olaseni 4 (8 Rebounds), Felix Hoffmann 3/1, Badu Buck 3/1.

Top-Performer Saratov:
Golden 16/1 (10 Rebounds), Mikhailovskii 13/2, Savovic 13/1, Newbill 11/1, Kravish 8 (12 Rebounds).

Key Stats:
Ballgewinne: Würzburg 11 - Saratov 4
Ballverluste: Würzburg 8 - Saratov 13
Punkte aus Fastbreak: Würzburg 20 - Saratov 13
Punkte von der Bank: Würzburg 32 - Saratov 20

Stimmen zum Spiel

Denis Wucherer, Headcoach s.Oliver Würzburg:
„Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis, aber das war nur das erste Spiel. In der Verteidigung war das heute über vierzig Minuten sehr ordentlich, offensiv haben wir aber noch Luft nach oben. Ich denke, dass wir am nächsten Mittwoch zuhause im Angriff besser spielen und beherzter zugreifen werden. Es ist gerade mal Halbzeit in diesem Duell, es sind noch vierzig Minuten zu spielen. Hier treffen zwei starke Mannschaften aufeinander, die den Wettbewerb in der Zwischenrunde dominiert haben. Ich denke nicht, dass bei so einem knappen Ergebnis ein Team vor dem Rückspiel einen Vorteil hat.“

Florian Koch:
„Die erste Halbzeit war nicht das, was wir offensiv zeigen wollten. Wir haben aber gegen ein Team, das normalerweise deutlich über 90 Punkte macht, sehr gut verteidigt und waren dadurch im Spiel. In der zweiten Halbzeit konnten wir die gute Verteidigung aufrecht erhalten und im Angriff die Quoten nach oben schrauben. Das war der Schlüssel zum Sieg. In der Crunchtime hatten wir dann den Sprungwurf von Cam zur Führung und den Block von Xavier zum Sieg. Aber das waren erst die ersten vierzig Minuten. Die anderen vierzig Minuten kommen nächste Woche, wir sind heiß.“

Skyler Bowlin:
„Das war ein wichtiger Sieg für uns. In so einer kurzen Serie mit Hin- und Rückspiel zählt jeder Punkt, deshalb ist der Auswärtssieg natürlich sehr wertvoll. Wir haben vor allem in der Verteidigung einen guten Job gemacht. Saratov spielt gerne schnell nach vorne und punktet viel, wir haben aber gut dagegen gehalten. Im Angriff können wir uns im Rückspiel nächste Woche noch steigern. Jetzt gilt die Konzentration aber erst einmal dem BBL-Heimspiel am Samstag gegen den MBC.“

06.03.2019

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