MIT DER VOLLEN KAPELLE

Mehr als vier Monate Sommerpause enden für s.Oliver Würzburg an diesem Donnerstag: Am 1. Spieltag der easyCredit BBL-Saison 2019/2020 wartet auf die Schützlinge von Headcoach Denis Wucherer beim letztjährigen Halbfinalisten EWE Baskets Oldenburg eine schwere Auswärtsaufgabe. Sprungball in der EWE Arena ist um 20:30 Uhr, die Partie wird für Abonnenten wie gewohnt live und in HD auf magentasport.de übertragen. Weniger als 48 Stunden später wartet dann im Achtelfinale des MagentaSport BBL Pokals der amtierende Vizemeister: Am Samstag um 18:00 Uhr geht es in der Max-Schmeling-Halle bei ALBA BERLIN um den Einzug ins Viertelfinale. 

„Wir haben unsere Arbeit erledigt und freuen uns, dass es losgeht. Das Timing ist ganz gut, weil Florian Koch und Nils Haßfurther nach ihren Verletzungen seit einer Woche wieder im Training sind. Wir können also in Oldenburg und dann hoffentlich auch in Berlin mit voller Kapelle auflaufen“, sagt Headcoach Denis Wucherer, der mit seinem Team am Mittwoch in den hohen Norden aufgebrochen ist: „Wie gut wir sind ist vor dem Saisonstart immer schwer zu sagen. Die Nervosität wird sich sicherlich erst legen, wenn der erste Sieg eingefahren ist.“ 

Mit den EWE Baskets Oldenburg wartet am Donnerstag die zweitbeste Mannschaft der vergangenen easyCredit BBL-Hauptrunde. Im Viertelfinale setzten sich die Donnervögel in drei Spielen gegen die Telekom Baskets Bonn durch, scheiterten dann aber im Halbfinale ebenso schnell am späteren Vizemeister ALBA BERLIN. „Oldenburg war letzte Saison sehr erfolgreich und hat sich intelligent verstärkt. Ich glaube, sie können in den Playoffs eine noch größere Rolle spielen als in der letzten Saison. Zwei Tage später wartet dann ein ausgeruhter EuroLeague-Teilnehmer im Pokal auf uns. Das hätte natürlich besser laufen können“, so Wucherer weiter: „Ob das Auftaktprogramm gut oder schlecht für uns ist, werden wir erst in einigen Wochen wissen. Wir werden im jeden Spiel alles geben und hoffentlich frühzeitig die ersten Siege einfahren.“ 

FLORIAN KOCH UND NILS HASSFURTHER SEIT EINER WOCHE WIEDER IM TRAINING 

Ähnlich wie die Oldenburger hat auch s.Oliver Würzburg den Kern der erfolgreichen Mannschaft aus der vergangenen Spielzeit gehalten und gezielt verstärkt: „Es ist ein Vorteil, dass es uns gelungen ist, den Laden in großen Teilen zusammenzuhalten. Wir müssen unsere Spielkultur nicht großartig verändern und können auf dem aufbauen, was wir letztes Jahr gemacht haben. Die Mannschaft ist in der Vorbereitung sehr schnell zusammengewachsen. Unser Ziel muss es sein, um die Playoffs mitzuspielen, möglichst bis zum Ende dabei zu sein und dann den einen Sieg mehr als letztes Jahr einzufahren.“ 

Die EWE Baskets Oldenburg mussten im Sommer den Abgang des „wertvollsten Spielers“ der vergangenen BBL-Saison verkraften: Top-Scorer Will Cummings wechselte nach Russland. Sein Nachfolger auf der Spielmacherposition heißt Braydon Hobbs und kommt als zweifacher Deutscher Meister und mit viel EuroLeague-Erfahrung vom FC Bayern München nach Niedersachsen. Mit Gerry Blakes angelten sich die Oldenburger einen weiteren starken US-Guard aus Italien, sein Landsmann Kevin McClain ist ein Rookie mit deutschem Pass von der Belmont University. Fast so etwas wie ein Neuzugang ist auch der ehemalige Ludwigsburger Justin Sears, der wegen einer Verletzung in der vergangenen Saison nur zwei Pflichtspiele für die EWE Baskets bestreiten konnte. 

„Mister Oldenburg“ Rickey Paulding geht mit 36 Jahren in seine inzwischen 13. Saison im Trikot der Donnervögel, und mit Rasid Mahalbasic hat Headcoach Mladen Drijencic außerdem auf einen der besten Center der easyCredit BBL im Kader - der 2,10-Meter-Mann aus Österreich legte in der vergangenen Saison im Schnitt 14,5 Punkte, 9,1 Rebounds und 4,9 Assists pro Spiel auf. 

„WIR HÄTTEN WILL SHEEHEY GERNE IN UNSEREM TRIKOT SPIELEN SEHEN“

Nicht mehr zum Kader von s.Oliver Würzburg gehört beim Saisonstart William Sheehey: Der 27-jährige Neuzugang vom FC Porto ist Anfang der Woche in die USA zurückgekehrt. „Es ist bedauerlich, dass wir von unserer Ausstiegsoption Gebrauch machen mussten, wir hatten aber keine andere Wahl. Er konnte nach seiner Leistenoperation nicht an der Saisonvorbereitung teilnehmen und es wird leider auch noch länger dauern, bis er wieder fit ist“, erläutert Kresimir Loncar, Manager Sport und Scouting von s.Oliver Würzburg. „Wir hätten William Sheehey sehr gerne in unserem Trikot spielen sehen, auch menschlich hat es sehr gut gepasst. Wir hoffen, dass er bald wieder spielen kann und wünschen für seinen weiteren Weg alles Gute“, ergänzt Geschäftsführer Steffen Liebler. 

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Teamfoto s.Oliver Würzburg 2019/2020
Foto: Viktor Meshko