ÜBERRASCHUNGSAUFSTEIGER ZU GAST

Fünf Spieltage bleiben s.Oliver Würzburg noch, um in der easyCredit BBL die nötigen Siege für die Playoff-Qualifikation einzufahren. Los geht es an diesem Samstag mit dem vorletzten Hauptrunden-Heimspiel gegen das Überraschungsteam der Saison: Aufsteiger RASTA Vechta hat 21 seiner letzten 26 Spiele gewonnen, ist bereits für die Playoffs qualifiziert und braucht noch zwei weitere Siege, um sich als Tabellenvierter den Heimvorteil im Viertelfinale zu sichern. Sprungball in der Würzburger s.Oliver Arena ist am Samstag um 20:30 Uhr, es gibt noch Tickets aller Kategorien im Online-Shop und ab 19:00 Uhr an der Abendkasse.

(Foto: Heiko Becker)

Vier Tage vor dem wichtigsten Spiel der Club-Geschichte am Mittwoch gegen Dinamo Sassari wollen Headcoach Denis Wucherer und sein Team gegen Vechta versuchen, den nächsten Heimsieg einzufahren und wichtige Punkte im spannenden Rennen um die Playoff-Plätze zu sammeln. Aktuell haben noch sechs Teams realistische Chancen, nach dem 34. Spieltag auf den Plätzen sechs, sieben und acht der Tabelle zu landen.

s.Oliver Würzburg liegt derzeit aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs hinter den punktgleichen Basketball Löwen Braunschweig auf Rang neun in Lauerstellung und hat das schwerste Restprogramm aller Playoff-Kandidaten: Anfang Mai geht es innerhalb von acht Tagen nach Berlin (5. Mai, 15 Uhr), Bayreuth (7. Mai, 19 Uhr) und Bamberg (12. Mai, 18 Uhr). Dazwischen wartet am 10. Mai (Freitag, 20:30 Uhr) das letzte Hauptrunden-Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn.

Ein Heimsieg gegen RASTA Vechta ist daher fast schon Pflicht, um die Playoff-Chance vor den vier Spielen gegen die vier „B“-Mannschaften aufrecht zu erhalten. Die Niedersachsen sind mit elf Siegen aus ihren bisher 14 Spielen in fremden Hallen die zweitbeste Auswärtsmannschaft der easyCredit BBL, mussten allerdings zuletzt in Berlin eine schmerzliche 67:104-Niederlage hinnehmen. Das ändert allerdings nichts an der Erfolgsstory des dreifachen Aufsteigers (2013, 2016, 2018): Nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt fand das Team von Headcoach Pedro Calles, der als Top-Favorit auf die Auszeichnung „Trainer des Jahres“ gehandelt wird, schnell in die Spur und gewann 18 der folgenden 21 Partien.

Ein kleiner Kern der Aufstiegsmannschaft blieb erhalten und wurde mit erfahrenen und starken Spielern ergänzt - allen voran Spielmacher TJ Bray, der als echter „Floor General“ und verlängerter Arm des Trainers auf dem Parkett zu den aussichtsreichen Kandidaten für den Titel „Wertvollster Spieler der Liga“ gehört: Der 26-Jährige erzielt fast 15 Punkte pro Partie und ist mit 7,8 Assists im Schnitt derzeit der beste Vorlagengeber der Liga.

Er ist damit einer von sechs RASTA-Männern, die regelmäßig zweistellig punkten, die Top-Scorer sind Austin Hollins mit 15,7 Punkten und Center Clint Chapman mit 15 Zählern. Der 2,08-Meter-Mann war in der laufenden Saison bereits mit ALBA Berlin in der s.Oliver Arena zu Gast und trug anschließend für sechs Spiele das Trikot der MHP RIESEN Ludwigsburg, bevor er vor knapp zwei Monaten einen Vertrag bis Saisonende in Vechta unterzeichnete.

Das Erfolgsrezept von Pedro Calles und seinen Schützlingen liegt in der Verteidigung: Kein Team produziert mehr gegnerische Ballverluste als die Niedersachsen, 9,9 Ballgewinne pro Spiel sind der Spitzenwert der Liga. Im Angriff setzten sie erfolgreich auf den Drei-Punkte-Wurf: Die Spieler des Tabellenvierten nehmen die meisten Dreier der Liga (29,6) und treffen 36 Prozent davon - macht gut 32 ihrer 86 Punkte pro Spiel.

Wucherer: Dürfen uns nicht einschüchtern lassen

„Sie haben wahrscheinlich die beste Verteidigung der ganzen Liga und einen Coach der weiß, was er tut. Vechta macht sehr viel richtig und ist weitgehend verletzungsfrei geblieben, es läuft einfach bei ihnen“, sagt Denis Wucherer: „Man darf sich von ihnen auf keinen Fall einschüchtern lassen. Wir müssen schnell nach vorne spielen und den Ball gut laufen lassen, damit sie gar nicht erst dazu kommen, an der Mittellinie zu doppeln und uns den Rhythmus zu nehmen. Da gilt es, mit viel Energie und viel Speed zu spielen.“

Das Heimspiel gegen Vechta wird präsentiert von der Fima Sprintis. Im Foyer der s.Oliver Arena informieren das Würzburger Gesundheitsamt und die Aids-Beratung Unterfranken unter dem Motto „Für eine sichere Crunchtime“ über Safer Sex und die Prävention von HIV-Infektionen, dazu werden kostenlose Kondome verteilt.

Vier Tage später geht es dann gegen Dinamo Sassari um den Titel im FIBA Europe Cup: s.Oliver Würzburg geht am 1. Mai um 17:00 Uhr mit fünf Punkten Rückstand aus dem Hinspiel auf Sardinien in das zweite Endspiel. Die Stehplätze für das Final-Heimspiel sind restlos ausverkauft, im Block H sind aktuell noch zwanzig Sitzplatz-Tickets verfügbar. Anfang nächster Woche kommen noch einige Tribünen-Plätze in den freien Verkauf. 

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